eiko_list_icon Wohnungsbrand - Menschenleben in Gefahr

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Brandeinsatz
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Einsatzort Details

Jägerstieg
Datum 02.07.2023
Alarmierungszeit 04:57 Uhr
Alarmierungsart DME + Sirene
eingesetzte Kräfte

Feuerwehr Braunlage
Feuerwehr Hohegeiß
    Feuerwehr Sankt Andreasberg
      Stadtbrandmeister Braunlage (Florian Goslar 19-01)
        Rettungsdienst LK Goslar (RTW)
          Funkstreifenwagen Polizei Landkreis Goslar
            Energieversorger
              Rettungsdienst LK Goslar (NEF)
                Kriminalpolizei
                  Brandeinsatz

                  Einsatzbericht

                  Zu einem vorerst gemeldeten Wohnungsbrand mit Menschenleben in Gefahr in der Straße Jägerstieg, der sich letztendlich als ausgedehnter Kellerbrand herausstellte, wurde die Feuerwehr Braunlage zusammen mit den Ortsfeuerwehren Hohegeiß und St. Andreasberg sowie dem Rettungsdienst und der Polizei in den frühen Morgenstunden alarmiert. Durch die Besatzung des ersteintreffenden Fahrzeuges und der Polizei wurde eine Person aus dem Gefahrenbereich gerettet und dem Rettungsdienst zur weiteren Behandlung übergeben, diese wurde im weiteren Verlauf einem Krankenhaus zugeführt. Weitere Bewohner hatten bereits das Gebäude selbstständig verlassen. Nachdem eine Anleiterbereitschaft über die Drehleiter hergestellt wurde, konnte das Mehrfamilienhaus unter schweren Atemschutz abgesucht werden. Alle Wohnungen und Kellerräume wurden abgesucht und auf Feuer kontrolliert. Augenscheinlich konnte eine Wohnung im Erdgeschoss als Brandwohnung ausgemacht werden, jedoch konnte der eingesetzte Atemschutztrupp in der Wohnung kein Feuer feststellen und umfangreiche Erkundungen in der Wohnung und im Kellerbereich wurden erforderlich. Letztendlich konnte ein Treppenraum zwischen zwei Wohnungen ausgemacht werden, der zu mehreren größeren Kellerräumen führte. Durch mehrere Atemschutztrupps wurde ein Löschwassereinsatz in den Keller begonnen, der aufgrund der extremen Hitzeentwicklung nicht bis in den eigentlichen Brandraum fortgesetzt werden konnte. Eine Gasflasche sowie Kraftstoffkanister und Feuerwerkskörper wurden im Keller aufgefunden aus den Kellerräumen ins Freie gebracht und gekühlt. Im Anschluss wurden durch zwei Lichtschächte die Kellerräume mit Schaum geflutet. Zwischenzeitlich wurde das Gebäude vom Energieversorger stromlos geschalten und die Gaszufuhr getrennt. Nach einer Kontrolle mittels Wärmebildkamera wurden mehrere Atemschutztrupps eingesetzt um die Kellerräume weiter zu kontrollieren und Brandgut sowie weitere Gegenstände aus den Räumen zu entfernen. Durch die enorme Wärmeentwicklung im Keller kam es bei einem Kameraden zu einem Hitzestau in der Einsatzkleidung, sodass dieser durch den Rettungsdienst gesichtet werden musste, aber keine weitere Behandlung erforderlich wurde und der Kamerad im Anschluss den Einsatz fortsetzen konnte. Nachdem letzte Glutnester mit der Wärmebildkamera aufgespürt und abgelöscht wurden, konnte die Einsatzstelle der Polizei für weitere Maßnahmen übergeben werden. Die Bewohner des Hauses wurden vorübergehend in benachbarte Häuser untergebracht, da das betroffene Haus derzeit als unbewohnbar gilt. Der Einsatz der drei Ortsfeuerwehren konnte nach umfangreichen Aufräum- und Reinigungsarbeiten sowie Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft in den Mittagsstunden beendet werden.
                   

                  sonstige Informationen

                  Einsatzbilder

                     
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